Heilung für das innere Kind, die innere Frau & für den inneren Mann
Erstellt von: Susanne Juranic
am 5 Jan, 2011
Heilung für das innere Kind, die innere Frau & für den inneren Mann
-Schlüssel zur Einheit & für glückliche und erfüllte Beziehungen-
von Susanne Juranic
www.lebensberatung-starnberg.de
Es ist schwierig uns in uns selbst heil, erfüllt, ganz & in unserer Mitte zu fühlen, wenn entweder das innere Kind, der innere Mann oder die innere Frau in uns nicht geheilt ist. Solange dies nicht der Fall ist, wird man Menschen im Außen oder auch den Partner meist unbewusst dazu „benutzen“ etwaige Defizite zu kompensieren und die zur Einheit fehlende Integration eigener Anteile auf den anderen projizieren. Das Problem dabei ist, dass dieses „Spiel“ end- und uferlos ist und wir im Anderen oder im Außen nie das finden werden, was uns in uns selbst fehlt und selbst wenn, dann wird damit immer einen Hauch von Abhängigkeit und „Brauchen“ einhergehen. Wir sind unter diesen Umständen nicht wirklich frei und unabhängig, weil wir uns ja nur durch den Anderen vollständig und vollwertig fühlen. Mit einer verantwortungsvollen Arbeit an den drei Instanzen in uns, können wir uns selbst heilen und damit aus sämtlichen Abhängigkeiten und Projektionen lösen und unsere Beziehungen zu Anderen und zu uns selbst wahrhaftiger und freier gestalten. Wir lernen dabei, dass wir bereits in uns selbst vollständig sind und das auch schon immer waren und wir das meist aufgrund alter Verletzungen, Blockaden etc. einfach nur nicht mehr wahrgenommen oder gesehen haben oder auch unbewusst Anteile von uns aufgegeben haben.
Jeder Mensch hat ein inneres Kind in sich und jeder Mann und jede Frau haben sowohl eine innere Frau als auch einen inneren Mann in sich zu jeweils gleichen Anteilen. Im nicht geheilten Zustand besteht oft ein Ungleichgewicht im Ausdruck und in der Verteilung. Es gibt Frauen, die zu sehr ihren inneren Mann leben und ihrer inneren Frau nur wenig Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken als auch umgekehrt, ebenso wie sämtliche andere Variationen. „Ziel“ sollte ein ausgewogenes und geheiltes Verhältnis zwischen „weiblichen“ und „männlichen“ Anteilen in uns sein, mit einem geheilten und ausgeglichenen inneren Kind, man kann es sich auch als eine eigene innere Familie vorstellen mit Vater, Mutter, Kind, nur das wir alle in einer Person sind.
Das Innere Kind
Das „innere Kind“ ist einigen bereits durchaus ein Begriff, dennoch wird mir in meiner praktischen Arbeit als Psychologin immer wieder bewusst, wie abstrakt und wenig greifbar die Materie des inneren Kindes praktisch dann doch noch für die meisten ist. Es gibt viele Bücher und Ratgeber zum Thema, wir sollen unser inneres Kind lieben und gut behandeln, aber wo anfangen, wenn wir nicht einmal wirklich wissen, was genau das innere Kind überhaupt ist, es bleiben oft Fragezeichen und Überforderung.
Man kann sich das innere Kind als einen kindlichen Anteil unserer Selbst vorstellen. Es ist der Teil in uns, der sich wie ein kleines Kind freuen kann, der neugierig ist, der die Welt aus der Sicht eines Kindes entdecken möchte, es ist unser verspielter und kreativer Anteil. Wenn man konkret mit dem inneren Kind arbeiten möchte, kann man zur Hilfe ein Foto von sich mit zirka 6 Jahren hin zu ziehen oder man stellt sich, sich selbst mit zirka 6 Jahren vor.
Unser inneres Kind kann verletzt, zu verwöhnt etc. oder auch in seiner Mitte sein, das hängt meist davon ab, welche Art der Erziehung wir seitens unserer Eltern genossen haben.
Haben wir eine strenge und recht lieblose Erziehung erfahren?
Sind wir zu sehr verwöhnt worden?
Waren unsere Eltern oder ein Elternteil zu nachsichtig?
Wurde Liebe in Form von körperlicher Nähe und Zuwendung gezeigt oder nur verbal?
Wurden wir geschlagen?
Haben wir ein Gleichgewicht aus liebevoller Strenge und liebevoller Zuneigung erfahren?
Von der Beantwortung dieser Fragen, hängt meist der Zustand und die Verfassung unseres inneren Kindes ab. In dieser Zeit hat es seine Glaubens-, Verhaltens- und Gefühlsprägungen gebildet. Sind wir beispielsweise geschlagen worden und wurden als Kind recht lieblos behandelt, konnte unser inneres Kind kein gutes Selbstwertgefühl und Urvertrauen aufbauen, es wird sich recht unzulänglich, ängstlich und eventuell verloren fühlen. Ein Erwachsener mit solch einem inneren Kind neigt sehr wahrscheinlich dazu sich entweder aufzuopfern, Menschen an zu ziehen, die ihn nicht gut behandeln, eventuell sogar Partner, die auch wieder gewalttätig sind. Diese Menschen trauen sich meistens wenig zu, glauben nicht an sich selbst, eventuell neigen sie auch dazu andere emotional zu erpressen bzw. sich im Außen Liebe und Zuneigung zu suchen, das, was ihnen eben im Inneren fehlt etc.. Von unserer eigenen Erziehung und unseren Erlebnissen als Kind hängt also die emotionale Verfassung unseres inneren Kindes ab.
Wie kann man diesen negativen Teufelskreis auflösen, ohne die ganze Vergangenheit noch einmal groß zu durchwühlen und erneut zu durchleiden und ohne ewigen Groll oder Vorwürfe auf/gegen seine Eltern zu haben und sich als Opfer zu fühlen?
Indem wir in die Eigenverantwortung gehen und unser inneres Kind selbst heilen und ihm all das geben, was unsere wahren Eltern uns, aus welchen Gründen auch immer versäumt haben zu geben, es ihnen nicht möglich war etc.. Dies ist eine anspruchsvolle Arbeit, die von uns sehr viel Willenskraft, Geduld, Standhaftigkeit und Ausdauer erfordert. Man kann diese Arbeit entweder alleine mit Hilfe von Anleitungen und Büchern bewerkstelligen, mit Hilfe von visueller imaginärer Arbeit mit dem Inneren Kind, mit Hilfe eines entsprechend qualifizierten Therapeuten etc.. Seien Sie durchaus auch kreativ und erfinderisch und finden Sie Ihren ganz eigenen Weg der Heilung. Die Aufgabe besteht darin, dass sie jetzt selbst Vater und Mutter in einer Person für ihr eigenes inneres Kind sind und all das nachholen und aufholen können, was ihnen in ihrer eigenen Kindheit versagt blieb, dies können sie imaginär oder auch einfach bewusst tun, der Phantasie und Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Sind sie beispielsweise ein Mann und wollten früher schon immer einmal ihr Motorrad zerlegen, ihr „strenger“ Vater hat es ihnen aber verboten, dann tun sie es JETZT. Dies stellt nur ein Beispiel von vielen dar und es ist irrelevant, ob sie die Arbeit real oder imaginär machen, insbesondere was fehlende emotionale Zuwendung angeht, eignet sich die imaginäre Arbeit besser, da man imaginär seinem inneren Kind all die Zuwendung und Zärtlichkeit geben kann, die wir es braucht und die wir selbst vermissen.
Empfehlenswert ist es diese Arbeit über einen Zeitraum von 3 besser 6 Wochen täglich zu machen, das sollten Sie sich selbst wert sein. Drei Wochen benötigt das Unterbewusstsein mindestens, um neue „Programmierungen“ bzw. neue Glaubens-, Verhaltens- und Gefühlsmuster zu speichern. Sprich ihre Arbeit geht dann so tief in ihr Unterbewusstsein, dass die alten Programmierungen durch die neuen ersetzt werden, was ihr ganzes Gefühlsleben und ihre Lebensqualität fundamental verändern kann.
Sie können beispielsweise über diesen Zeitraum ihrem inneren Kind einmal täglich einen imaginären Besuch abstatten, gehen Sie dazu in einen entspannten Zustand, zählen Sie von 80 in Zweierschritten bis auf Null runter, das bringt ihr Gehirn auf einen entspannten Alpha-Wellen Zustand, stellen Sie sich selbst als zirka 6 jähriges Kind in dem Flur ihres Elternhauses vor und lernen Sie dieses innere Kind kennen, sprechen sie mit ihm, machen sie sich mit ihm vertraut. Es kann sein, dass es zunächst nicht mit Ihnen reden will, dass es traurig, enttäuscht ist u.s.w.. Dann behandeln Sie es so, wie sie sich gewünscht hätten, dass man sie seinerzeit behandelt hätte, geben Sie ihm all die bedingungslose Liebe und Zuneigung, die Sie vielleicht in Ihrer Kindheit nicht erfahren haben. Nehmen sie es in den Arm, gehen Sie gemeinsam auf Phantasiereisen, kuscheln sie, setzen sie sanfte liebevolle Grenzen, falls Ihr inneres Kind unvernünftig, trotzig oder bockig ist, erklären Sie ihm liebevoll alles, holen Sie all das nach, was Ihnen in Ihrer eigenen Kindheit aus welchen Gründen auch immer versagt blieb. Und sagen sie Ihrem inneren Kind bei jeden „Besuch“, dass es so wie es ist gut und richtig ist, dass es wert ist geliebt zu werden und dass es zu Ihnen gehört und bei ihnen in Sicherheit und Geborgenheit ist.
Wenn es Ihnen schwer fällt, sich selbst als Kind so bedingungslos anzunehmen, stellen sie sich zur Hilfe vielleicht vor, welche Liebe Sie ihrem eigenen Kind entgegenbringen würden und nehmen Sie dieses Gefühl als Brücke zu ihrem eigenen inneren Kind. Wenn es gar nicht klappt, das innere Kind nicht erscheint etc. dann sind zunächst vielleicht erst noch andere Blockaden aufzulösen bzw. aufzuarbeiten, bis Sie in der Lage sind, die Verantwortung für diese Arbeit übernehmen zu können und ihr Herz soweit für sich selbst zu öffnen, um sich selbst eine gute innere Mutter bzw. Vater zu werden.
Die Innere Frau
Jeder Mann und jede Frau hat zur Hälfte eine innere Frau in sich. Bei manchen kann dieser Anteil überwiegen, bei manchen ist er unabhängig vom Geschlecht zu wenig ausgeprägt.
Auf welche Weise und wie stark wir unsere innere Frau leben, hängt meist davon ab, welche Erfahrungen wir bisher mit dieser Seite und diesem Anteil in uns gemacht haben und das sowohl auf das derzeitige Leben bezogen und für jene, die daran glauben auch auf frühere Leben bezogen.
Sind wir beispielsweise als Mann vielleicht für unsere zärtliche und sanfte Seite als „Weichei“, Schwächling oder „Loser“ verspottet worden?
Wurde die weibliche Seite in einem Mann von der Außenwelt, den Eltern gefördert oder verurteilt?
Wurde der weibliche Anteil einer Frau verletzt, durch Missbrauch, Missachtung, Respektlosigkeit, Gewalt etc.?
Durften wir als Frau, Frau sein ohne uns dabei „schwach“ oder unterwürfig oder als Opfer zu fühlen?
Unser Frau sein ist oft von den Verhaltensweisen unserer Mutter oder auch Großmutter geprägt, manchmal auch von der Schwester, Freundin etc., häufig übernehmen wir von ihnen unbewusst Muster, und das obwohl die meisten sich geschworen haben auf keinen Fall so zu werden wie ihr Mutter, Großmutter etc.. Hat uns unsere Mutter weibliche Kraft und Stärke vorgelebt oder eher Selbstaufgabe und Opferrollenverhalten? Was wurden von ihr in unserem Verhalten gefördert oder unterbunden? Die Antwort auf diese Fragen gibt uns sehr viel Aufschluss darüber, wie wir unsere innere Frau leben und wie es um sie steht.
Man spricht im Zusammenhang der inneren Frau auch von sog. „alten“ weiblichen Energien und sog. neuen weiblichen Energien. Der Heilungsprozess wird dahin gehend gefördert, das die alten weiblichen Energien und Verhaltensweisen immer mehr durch die neuen weiblichen Energien ersetzt werden.
Unter die alten weiblichen Energie fallen Aufopfern, Opferrolle, Opferverhalten, Selbstaufgabe, emotionales Erpressen, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Ausgeliefert sein, Nachgiebigkeit etc.
Da sich unser Bewusstsein immer mehr ausdehnt und weiterentwickelt, verändern sich entsprechend auch die Energien und die damit einhergehenden Verhaltensmuster.
Eine sinnbildlich Verkörperung der neuen weiblichen Energie stellt Maria Magdalena, die Gefährtin von Jesus Christus dar. Man nennt sie deshalb auch die Magdalena Energie. Sie steht für das Yin in uns, für Kraft, Stärke, Hingabe, Schönheit, Leidenschaft, Mut, Sinnlichkeit etc.. Diese Eigenschaften lebt und verkörpert unsere „geheilte“ innere Frau, so wie sie wäre, hätte sie all das Leid in diesem oder früheren Leben nicht erfahren und hätte sie in ihrer Erziehung all die Unterstützung und Liebe erfahren, die sie gebraucht hätte, um ihr Potenzial voll und ganz zu entwickeln.
Um in unsere volle Kraft und Stärke zu kommen, ist es wichtig die innere Frau in uns zu heilen, das kann wie bei dem inneren Kind entweder durch imaginäre Gespräche mit ihr erfolgen, durch Eigenbeobachtung, Reflektion, Änderung unseres Verhaltens, Bewusstseinsarbeit, mit Hilfe von therapeutischer Unterstützung etc.. Hier soll jeder seinen eigenen Weg finden und gehen.
In einem imaginären Zwiegespräch könnten sie die innere Frau beispielsweise fragen, wie sie sich fühlt, was sie braucht, was sie eventuell verletzt hat und was sie für sie tun können, damit sie sich voll entfalten kann. Sie können sich anschauen, wie sie sich zeigt, wie sieht sie aus, ist sie jung oder alt, ist sie hässlich oder schön und lassen sie sich von den erhaltenen Informationen inspirieren und intuitiv leiten.
Der innere Mann
Mit dem inneren Mann verhält es sich analog zur inneren Frau. Jede Frau und jeder Mann hat zur Hälfte einen inneren Mann in sich. Es kann Frauen geben, die ihren inneren Mann zu dominant werden lassen und es gibt Männer, die ihren inneren Mann verkümmern lassen, sich vielleicht nicht durchsetzen können oder denen es an Willenskraft mangelt.
Was wurde uns von unserem Vater, Großvater, Brüdern etc. vorgelebt?
Haben sie manipuliert oder Macht missbraucht?
Haben sie ein Konkurrenzdenken vermittelt, haben sie Härte und Kampf vorgelebt?
Haben sie Anerkennung für Verdienste erhalten oder weil sie so waren, wie sie sind?
Hatten unsere Väter, Großväter etc. Visionen, die sie in die Taten umsetzten oder haben sie nur wenig an sich selbst geglaubt, sich klein gemacht oder selbst aufgegeben?
Habe sie Kraft, Liebe und Sanftmut vereinen können?
Wenn sie sich intensiver mit den Verhaltensweisen ihrer männlichen Vorfahren oder auch männlichen Bekannten beschäftigen, können sie viel über sich selbst erfahren und wie es um ihren eigenen inneren Mann bestellt ist.
Unter die sogenannten „alten“ männlichen Energien fallen falsches Überlegenheits- und Konkurrenzdenken, Ellbogenmentalität, Kampf, Härte, Kontrolle, falscher Stolz und Ehrgeiz, kranker Egoismus im Sinne von Gleichgültigkeit anderen gegenüber, Machtmissbrauch, Sturheit, Verdrängen etc.
Die sinnbildliche Verkörperung der neuen männlichen Energie stellt Jesus Christus dar, auch als Christusenergie bezeichnet. Er steht für das Yang in uns, Sanftmut und Stärke, Kreativität, Genuss, Lebensfreude, Wille, Durchsetzungskraft, Standhaftigkeit, Gerechtigkeit, Disziplin, Erschaffen, Vertrauen und das tiefe Wissen, dass wir mehr sind als unsere Taten, Worte und Gedanken. Jesus verkörperte mehr als irgendjemand sonst die sogenannte „bedingungslose“ Liebe, die von vielen Menschen falsch verstanden und interpretiert wird. Bedingungslose Liebe meint nicht alles bedingungslos hinzunehmen oder zu ertragen, sich aufzuopfern oder dergleichen. Sie setzt Grenzen, wo Grenzen gesetzt werden müssen, sie nimmt an, was sich nicht ändern lässt und gibt uns die Kraft und Inspiration, dass zu ändern, was wir ändern können. Sie gibt nicht anderen die Schuld, sie vergibt und bleibt stets in der eigenen Verantwortung, sie kennt kein Grollen, Hadern, Zweifeln, Sorgen etc.. In ihrer Schwingungsfrequenz und Energie lässt sich jegliche Dualität heilen, transformieren und auflösen, sie erschafft Einheit.
Unseren inneren Mann können wir analog der inneren Frau ebenfalls durch imaginäre Gespräche mit ihm, Selbstbeobachtung, therapeutische Unterstützung oder intuitiv heilen.
Wir können auch Christus selbst oder die Christusenergie zur Hilfe rufen, um Unterstützung, Heilung und Führung bitten. Jede unserer Bitten und Gebete wird erhört, da wir aber meist zu stark von Erwartungen, unserem Verstand und von unserem Ego geprägt sind, hören und sehen wir die Antwort manchmal nicht. Die kann beispielsweise darin bestehen, dass ihnen ein Mensch geschickt wird, der ihnen in übertriebener Weise ihre eigenen Schwachpunkte spiegelt, beispielsweise, eine sehr dominante „männlich“ angehauchte Frau, welche ihnen entweder ihre eigene Dominanz spiegelt oder aber auch ihre mangelnde Durchsetzungskraft.. Sie ärgern sich vielleicht darüber und hadern eventuell sogar mit Gott, dem Universum oder den Engeln, woran auch immer sie glauben. Dabei übersehen wir oft, die „Geschenke“ , die uns gemacht werden. Sie dienen der Selbsterkenntnis und unserem inneren Wachstum und oft sind es eben schmerzhafte oder „anstrengende“ Prozesse, die viel Ehrlichkeit mit uns selbst erfordern, ohne die wir aber nicht lernen würden. Die Antwort kann aber auch in einer tiefen Erkenntnis, einem Aha-Erlebnis oder ähnlichem zu uns kommen, oder auch ein Buch, was uns „zu-fällt“. Seien sie einfach wachsam, offen und aufmerksam und lassen sie die Erwartungen los, wie die Hilfe konkret aussehen soll, dann werden sie diese auch wahrnehmen.
Es ist nicht einfach sich die „dunkle“ Seite seiner Seele anzuschauen, sich mit den eigenen Schwächen ohne Selbstverurteilung eben bedingungslos auseinander zu setzen. Vermeiden, verleugnen oder unterdrücken wir es aber, dann blockieren wir den Lebensfluss und uns selbst, was sich letztendlich in Krankheiten und anderen Störungen manifestieren kann, da die Energie nicht mehr frei fließt. Der Schlüssel lautet bedingungslose Liebe und Annahme, lieben sie ihre Schwächen, damit schaffen sie eine Grundvoraussetzung, sie anzunehmen und schließlich aufzulösen und zu transformieren. Mit der Annahme und dem aufrichtigen inneren Willen, wird uns auch ein Weg aufgezeigt.
Transformation und Einheit
Die weiblichen Energien stellen den einen Pol dar, die männlichen Energie den anderen, sie sind das Yin und das Yang. Wenn wir diese Anteile in uns selbst erkannt, geheilt und ins Gleichgewicht gebracht haben, löst sich die Dualität auf. Es entsteht das Gefühl der Einheit, Ganzheit und Vollkommenheit in uns selbst. Ihre innere Frau und ihr innerer Mann verschmelzen mit dem inneren Kind sozusagen in eine Einheit, dies versteht man unter dem Begriff „kymische Hochzeit“ oder Verschmelzen der Zwillingsflammen. Diese können sie auch wieder imaginär vollziehen, lassen sie ihren inneren Mann und ihre innere Frau wie ein Liebespaar miteinander umgehen, verschmelzen, heiraten, lassen sie sich lieben, trösten, einander Halt und Kraft geben, miteinander tanzen oder was auch immer ihnen in den Sinn kommt und unterschätzen sie die Kraft der Imagination und Gedanken nicht. Wenn das bloße Denken an den Biss in eine Zitrone es vermag, Speichelfluss oder das Verziehen des Gesichtes auszulösen, dann ist es vorstellbar, wie sehr reine Vorstellungen letztendlich unsere Realität beeinflussen und manifestieren können.
Aus dem Zustand der inneren Einheit heraus, können wir wahrhaftiger und leichter in Beziehung mit anderen gehen, da wir nichts und niemanden mehr zwingend brauchen, da wir in uns selbst vollständig sind. Projektionen und Suchen im Außen oder Anderen werden überflüssig. Die Arbeit mit dem inneren Kind, der inneren Frau und dem inneren Mann erfordert viel Geduld, Liebe, Bedingungslosigkeit, Mitgefühl sich selbst gegenüber, Ehrlichkeit, Annahme, Urteilsfreiheit und letztendlich Willen, Aufrichtigkeit und Disziplin.
Begegnungen mit Dual-, Zwillingsseelen oder Seelenpartnern lösen in uns meist den Wunsch nach Einheit und Verschmelzung mit der entsprechenden Person aus. Wenn wir aber zunächst die Einheit und Verschmelzung in uns selbst vollzogen haben, unsere eigene Dualität aufgelöst und geheilt haben, dann wird diese Sehnsucht, die letztendlich als Projektion dient meist aufgelöst bzw. sie verliert ihren „zwanghaften“ Charakter. Wir sind dann frei in unseren Entscheidungen nicht mehr gebunden oder abhängig.
Diese drei Instanzen in uns, das inneren Kind, die innere Frau, der innere Mann sind eine Hilfe und eine Möglichkeit, die Einheit in uns selbst zu finden und in uns selbst wieder herzustellen. Sie ermöglichen es, eine gewisse Ordnung und Klarheit in chaotische emotionale Zustände und Turbulenzen zu bringen. Sie können helfen sich mit den jeweiligen zusammenhängenden Mustern nicht zu sehr zu identifizieren und sich das Ganze neutral aus einer gewissen Distanz zu betrachten.
Es ist manchmal leichter festzustellen und anzunehmen, dass das inneren Kind aus einem bestimmten Grund verletzt ist, als sich komplett mit diesem Gefühl der Verletzung zu identifizieren.
Es ermöglicht uns, auch gleichzeitig, noch auf die Instanz in uns zurück zu greifen, die man als innere Weisheit, Seele, höheres Selbst oder wie auch immer bezeichnen kann. Diese Instanz ist frei von Urteil und voll von Liebe, Annahme und Verständnis und mit diesem Anteil in sich, haben sie die Möglichkeit, die unerlösten Emotionen, Verletzungen etc. ihres inneren Kindes bzw. der anderen Instanzen aufzulösen und zu heilen.
Wir können so leichter „objektiv“ bleiben und müssen den Kontakt zu unserer Intuition, unserer inneren Weisheit und Wissen nicht abschneiden, weil wir wissen, dass wir nicht nur unser inneres Kind sind oder nicht nur unser innerer Mann oder unsere innere Frau sind. Gleichzeitig haben wir damit Zugriff auf unseren eigenen inneren Heiler, denn mit der Liebe und der Weisheit ihrer Seele in Verbindung mit ihrem Herzen besteht die Möglichkeit letztendlich alles zu heilen, auch Dinge, Krankheiten etc., die vielleicht nicht als heilbar gelten. Trauen sie sich diese Grenzen zu überwinden, die bedingungslose Liebe ist die stärkste und höchste Macht im Universum und auch das hat Jesus uns gezeigt und vorgelebt, indem er zum Beispiel Blinden sein Augenlicht zurückschenkte, was sicherlich rein medizinisch und anatomisch gesehen nicht möglich ist und doch ist es passiert. Glauben sie wieder an Wunder, es gibt sehr viele Fälle von sogenannten Spontanheilungen, die zeigen, dass diese „Wunder“ möglich sind und je mehr Menschen an sie glauben, um so stärker wird das entsprechend damit zusammenhängende morphogenetische Feld, während alte Felder der Begrenzungen und Abhängigkeiten damit ihre Macht und Energie verlieren.
Es ist ein Weg neben vielen anderen und jeder muss für sich alleine entscheiden, welchen Weg er wie gehen möchte. Manche benötigen diese Instanzen nicht, kommen auf andere Art und Weise zu tieferen Einsichten und Erkenntnissen bzw. entdecken die bedingungslose Liebe, Einheit und Vollkommenheit auf oder durch einen anderen Weg. Es gibt hier kein richtig oder falsch, sondern einfach nur vielfältige Möglichkeiten und Wege und jeder soll den für sich richtigen und stimmigen Weg finden und gehen.
Literaturempfehlungen:
Emotionale Balance - Roy Martina
Dieses Buch erklärt theoretisch viele größere Zusammenhänge und gibt zudem sehr viel konkrete praktische Anleitung, wie emotionale Disbalancen aufgelöst und geheilt werden können, egal, ob sie nun vom inneren Kind, der inneren Frau oder Mann kommen, diese Differenzierung ist wie bereits erwähnt ein Hilfe, kein Muss.
Unendliche Liebe, Jesus spricht-Glenda Green
Liebe und Bewusstsein-Glenda Green
Die beiden Bücher von Glenda Green vermitteln auf sehr schöne Art und Weise die Heilkraft der bedingungslosen Liebe und bedingungslosen Annahme. Als sie 1991 ein Portrait von Jesus malen wollte, erschien ihr dieser und ihre Gespräche mit ihm fasst sie in den beiden Büchern zusammen.

