Erstellt von: Kreativpraxis
am 1 Feb, 2012
Das Thema Burnout hat in den letzten Jahren eine
enorme Breitenwirkung entfaltet. Kaum ein Bereich bleibt davon verschont und
kaum ein Experte, der sich nicht berufen fühlt, sich dazu zu Wort zu melden und
das vermeintlich bessere Angebot zu propagieren, dem Burnout-Syndrom zu begegnen. Als „Burnout-Prophylaxe“ oder „Burnout-Prävention“
wird uns alles angetragen, was irgendwie der Gesundheit und dem Wohlbefinden
dienlich erscheint. Schwindelerregende Zahlen wie viele Menschen an Burnout
bzw. psychischen Störungen jährlich erkranken und wie hoch die Einbußen für die
Volkswirtschaft anzusetzen sind, Diskussionen, ob es sich mehr um berufliche
Erschöpfung oder mehr um Depression handelt, ob jeder einzelne oder die
allgegenwärtigen Bedingungen dafür verantwortlich zu machen seien bestimmen die
Schlagzeilen. Das allgemeine Interesse an Sendungen wie „Deutschland unter Druck“ und Publikationen wie der Spiegelausgabe „Ausgebrannt – Das überforderte Ich“ über das „Volk der
Erschöpften“ ist ungebrochen.