The Work of Byron Katie - 4 Fragen, die Ihr Leben verändern können!

Erstellt von: thework4u

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So der offizielle Untertitel von Byron Katies erstem Buch "Lieben was ist" und gleichzeitig meine persönliche Erfahrung. The Work of Byron Katie ist ein Weg, diejenigen Gedanken zu identifizieren und zu hinterfragen, die alles Leiden dieser Welt verursachen. Durch das Hinterfragen lösen sich viele Dinge einfach auf. Was bleibt, ist dauerhafter innerer Frieden, Ruhe und Gelassenheit.

Die Vorgehens- und Wirkungsweise von The Work of Byron Katie möchte ich an einem Beispiel illustrieren, das mitten aus dem Leben gegriffen ist. Ich nehme an, es ist Ihnen in Ihrem Leben schon einmal passiert, dass Ihnen jemand nicht zugehört hat und es hat Sie gestört. Suchen Sie sich also eine konkrete Situation aus Ihrem Leben, wo dies so war, und beantworten Sie für sich die vier Fragen von The Work während Sie weiterlesen. Vielleicht finden Sie sich in den nun folgenden Antworten sogar uneingeschränkt wieder.

Ich arbeite also an der Überzeugung "Er hört mir nicht zu". (Setzen Sie bitte "sie" ein, wenn es sich in Ihrem Fall um eine weibliche Bezugsperson handelt!)

Frage 1: Ist das wahr?
Ja!

 


Frage 2: Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
Hmmmm..... nein.

Frage 3: Wie reagiere ich, wenn ich den Gedanken glaube "Er hört mir nicht zu"?
Ich werde sauer, wütend. Bin enttäuscht. Ich mache mich davon abhängig, dass er mir zuhört. Ich werde lauter, versuche ihn auf mich aufmerksam zu machen. Übe Druck auf ihn aus. Fühle mich hilflos, kraftlos. Ich mache innerlich zu, distanziere mich. Fange an, den Fehler bei mir zu suchen. Nehme sein Verhalten persönlich, denke mit anderen Menschen würde er es nicht so machen. Halte mich für uninteressant, wertlos. Kritisiere mich selbst dafür. Mein Körper fühlt sich verkrampft an und ich habe ein flaues Gefühl in der Magengrube.

Frage 4: Wer wäre ich ohne den Gedanken "Er hört mir nicht zu"?
Viel ruhiger und gelassener. Ich nehme es nicht mehr persönlich. Bin offen dafür, in welcher Situation er gerade ist und dass es möglicherweise nicht der richtige Zeitpunkt ist. Bin ihm gegenüber offen und aufgeschlossen, habe eine liebevolle Grundhaltung. Ich fühle mich frei, es geht mir gut.

Soweit der Frageteil von The Work. Betrachtet man nur die Antworten von Frage drei und vier, so fällt auf, dass ich mit dem Gedanken (Frage 3) großes Unbehagen erlebe, ohne den Gedanken jedoch (Frage 4) bin ich ruhig und gelassen. Meine negativen Emotionen haben also nichts mit der Person zu tun, die mir nicht zuhört, sondern nur mit meinen Gedanken über sie. Das sind ganz wunderbare Nachrichten, denn mit meinen Gedanken kann ich arbeiten, ich kann sie mit The Work hinterfragen. Ich brauche die andere Person dazu nicht.

Nachdem ich die vier Fragen von The Work beantwortet habe, kehre ich den Gedanken um und suche für jede Umkehrung konkrete Beispiele aus meinem Leben. In diesem Fall gibt es drei Umkehrungen:

Umkehrung ins Gegenteil: "Er hört mir zu."

Ja, das ich kann in vielen alltäglichen Situationen finden, wann immer ich eine inhaltlich zutreffende Antwort bekomme ("Wann machst du heute Feierabend?" - "Um 17 Uhr". Oder banaler: "Guten Morgen!" - "Guten Morgen!").

Sogar in der Ausgangssituation, als ich ein etwas unangenehmes Thema angeschnitten hatte, könnte es sein dass er mir zugehört hat. Er hatte nicht geantwortet, sondern das Thema gewechselt. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass er meine Worte gehört hat, sonst hätte er nicht hastig angefangen von etwas anderem zu sprechen. Vielleicht wollte er einfach nicht darüber reden.

Hier wird deutlich, dass ich die fehlende Antwort so interpretiert habe, dass er mir nicht zugehört hat. So kam meine Originalaussage zustande, und sie war lediglich eine Annahme. Bei der Umkehrung kann ich natürlich genausowenig wissen, was im anderen tatsächlich vorgeht. Also kann ich nur nach Möglichkeiten suchen. Dass es ihm unangenehm war und er nicht darüber reden wollte, ist also auch nur eine Annahme. Es könnte also so oder so gewesen sein, wer weiß.

Umkehrung zum anderen: "Ich höre ihm nicht zu."

Mir fällt folgendes auf: in dem Moment, wo ich denke "Er hört mir nicht zu" und gleichzeitig versuche, das zu ändern, höre ich ihm nicht zu. Also exakt in dem Moment, wo ich ihm den Vorwurf mache mir nicht zuzuhören.

Auch sonst im Alltag ist das tatsächlich oft der Fall. Wenn ich ihm oder anderen nicht zuhöre, kann das viele verschiedene Ursachen haben:

  • es interessiert mich nicht
  • ich denke schon zu wissen was jetzt kommt
  • es ist mir unangenehm
  • ich bin gerade mit etwas anderem beschäftigt
  • ich habe die Geschichte schon 1000 Mal gehört
  • ich muss weg
  • ich möchte gerade einfach meine Ruhe haben
  • usw.

Ich fordere also etwas von ihm, das ich ihm gegenüber in vielen Fällen nicht leisten kann. Ich sitze im Glashaus und werfe mit Steinen! Vielleicht hat er hier und da ähnliche Beweggründe mir nicht zuzuhören wie diejenigen, die ich gerade eben gefunden habe. Vielleicht ist er einfach genau wie ich! Das zu sehen ermöglicht es mir, ihm das nächste Mal viel wohlwollender und offener zu begegnen, wenn er mir mal wieder nicht zuhört (bzw. nicht zuzuhören scheint!).

Umkehrung zu mir: "Ich höre mir nicht zu."

Auch das ist sehr oft der Fall, beispielsweise wenn ich meine innere Stimme nicht beachte. Wenn etwas in mir sagt "tu's nicht!", und ich tue es doch. Wenn ich "nein" sagen möchte, und dennoch "ja" sage. Wenn ich müde bin, und nicht ins Bett gehe. Die Liste läßt sich nahezu beliebig fortsetzen.

Ich kann es also auch mir selbst gegenüber oft nicht leisten, zuzuhören. Und ich kann es ihm gegenüber oft nicht leisten. Wie kann ich also von ihm erwarten, dass er mir immer dann zuhört, wenn ich ihm gerne etwas sagen möchte?

Damit ist die Überprüfung einer einzelnen Überzeugung beendet. Jetzt könnte es sein, dass sich in Ihnen ein "ja, aber" regt. Vielleicht halten Sie es z.B. für wichtig, ihrem Gegenüber genau jetzt eine bestimmte Nachricht zukommen zu lassen und ärgern sich wenn es nicht gelingt. Oder Sie erwarten in jedem Fall eine Antwort des anderen auf das, was Sie eben gesagt haben - Schweigen gilt für Sie nicht. Oder es gibt ein anderes "aber".

Um mit der ganzen Situation zu innerem Frieden zu kommen ist es meist nötig, die ganze Geschichte zu hinterfragen. Mit der Überprüfung eines einzigen Satzes kann man ein ganzes Thema in den seltensten Fällen auflösen. The Work heißt nicht umsonst The Work - nach meiner Erfahrung ist es Arbeit. Arbeit, die sich lohnt!

Wenn Sie mehr über The Work of Byron Katie oder über mich erfahren möchten, lade ich Sie ein meine Website zu besuchen: http://www.thework4u.de/.
Oder meinen Blog rund um The Work of Byron Katie: http://www.thework4u.de/de/blog/

Und wenn Sie The Work selbst ausprobieren möchten, so können Sie das in einer meiner Veranstaltungen oder einer Einzelsitzung tun. Nähere Informationen dazu finden Sie auf meiner Website.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören!

Herzliche Grüße
Christina Syndikus

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