logo-heilkunde

Welche Kosten übernimmt die private Krankenversicherung?

Welche Kosten übernimmt die private Krankenversicherung?

 
0.0 (0)
Write Review
Wer aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechselt, tut dies häufig, weil die Privaten Leistungen erstatten, deren Bezahlung die Gesetzliche längst aus dem Katalog gestrichen haben. Dazu gehören auch viele Leistungen aus dem Bereich Naturheilkunde und Homöopathie. Aber auch die Privaten zahlen längst nicht alles. Wie es heißt, muß man auf das Kleingedruckte achten.

Naturheilkunde bei der PKV

Die Private Krankenversicherung übernimmt gewöhnlich nur einen Teil der Kosten für eine naturheilkundliche Behandlung. Wie grofl dieser Anteil ist, hängt auch von der vereinbarten Selbstbeteiligung ab. Wer regelmäflig den Heilpraktiker zu Rate zieht und naturheilkundliche Behandlungsmethoden vorzieht, sollte sicherheitshalber eine spezielle Zusatzversicherung abschlieflen. Darin werden die Kosten für den Heilpraktiker abgedeckt, sowie für eine Vielzahl von naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Allerdings gilt auch hier wieder das Kleingedruckte: So erstattet die Private Krankenversicherung möglicherweise 100 Prozent der Gebühren, doch die jährliche Grenze für die Kostenerstattung liegt bei niedrigen 2000 Euro. Alles, was darüber anfällt, muss aus eigener Tasche bezahlt werden.

Vorsicht Falle: Ungeprüfte Methoden werden gerne abgelehnt

Die Private Krankenversicherung lehnt die Erstattung von naturheilkundlichen Maflnahmen gerne mit der Begründung ab, dass die gewählte Maflnahme keine dokumentierte erfolgsversprechende Methode darstellt. In einem strittigen Fall bekam der betroffene Versicherungsnehmer vom Gericht Recht, da die vom Heilpraktiker angebotene Behandlungsmethode für sein Neurodermitis die einzige Aussicht auf Linderung der Beschwerden darstellte. Dies ist aber nicht immer der Fall.

Auch bei der Kostenerstattung für Medikamente ist die Lage nicht immer eindeutig: Auch hier gilt die Regel, dass die Private Krankenversicherung nur dann die Kosten erstattet, wenn die verschriebenen Mittel als "wissenschaftlich und allgemein anerkannt" gelten. Dies gilt insbesondere auch für homöopathische Mittel und Schmerzbehandlungen wie Akupunktur, die nicht immer zu den Standardleistungen der Versicherung gezählt wird selbst wenn der Patient nachweisen kann, dass sich seine körperlichen Beschwerden durch die Behandlung mit Akupunktur verbessert haben.

Massagen, Ayurveda und mehr

Werden vom Arzt medizinische Massagen verschrieben, übernimmt die private Krankenversicherung die Leistung in der Regel ganz. Anders sieht es aus, wenn alternative Behandlungsmethoden ins Spiel kommen: So ist die uralte indische Heilslehre Ayurveda in Deutschland immer beliebter geworden, die ähnlich wie die traditionelle chinesische Medizin (TCM) auf einen ganzheitlichen Ansatz setzt, der neben dem Körper auch Geist und Seele berücksichtigt. Trotzdem werden Ayurveda-Behandlungen und Massagen nach dem Ayurveda-Prinzip nur selten ¸bernommen. Auch hier gilt wieder: Vor Abschluss der Versicherung nachfragen und notfalls eine Zusatzversicherung abschlieflen um die Kosten für eine regelmäflige Ayurveda-Behandlung zu decken. Das Gleiche gilt übrigens auch für Gymnastikkurse wie Yoga oder Tai Chi.

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.

 
Powered by JReviews