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Die Krankheit Fibromyalgie

Die Krankheit Fibromyalgie

 
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Schmerzen in den Muskeln, ständige Müdigkeit, Depression oder Kopfschmerzen. Nicht selten klagen Patienten gleichzeitig über mehrere Symptome, die möglicherweise nur die Folgeerscheinungen einer einzigen Krankheit sind: Fibromyalgie.

Was ist Fibromyalgie?

Wiederkehrende, starke Schmerzen im gesamten Bewegungsapparat, begleitet von Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und verringerter Leistungsfähigkeit sind Ursachen, die rheumatische Krankheiten ausschließen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es sich bei diesem Symptomen vielmehr um die Krankheit Fibromyalgie handeln. Da die Beschwerden bei der Fibromyalgie ähnlich sind wie bei zahlreichen anderen Erkrankungen, wird die Erkrankung oft nicht erkannt. Vielfach tun Betroffene die immer wiederkehrenden Schmerzen als Alltagsbeschwerden ab und versuchen die Schmerzen durch Selbstbehandlung in den Griff zu bekommen.

Unklare Ursachen

Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff Fibromyalgie "Faser-Muskel-Schmerz". Die Ursachen des Fibromyalgie-Syndroms sind nach wie vor nicht bekannt. Was man aber weiß, ist, dass es sich nicht um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung und auch nicht um eine Erkrankung der Muskeln und Gelenke handelt. Aus diesem Grund sind auch weder Veränderungen in den üblichen Laboruntersuchungen, noch Auffälligkeiten im Röntgenbild erkennbar. Da zwar ein typisches Beschwerdebild, aber kein eindeutig definiertes Krankheitsbild vorliegt, spricht man von einem "Syndrom".

Bevor Patienten die richtige Diagnose erhalten, haben sie meist eine relativ lange Leidenszeit hinter sich. Durchschnittlich sieben Jahre dauert es, bis das Syndrom erkannt wird. Da die Fibromyalgie ein komplexes und schwer durchschaubares Krankheitsbild ist, das meist von anderen Beschwerden wie steifen Gliedern am Morgen und Schwellungsgefühlen an den Händen, Füflen und im Gesicht, Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Ängstlichkeit und Depressionen einhergeht, fällt die Diagnose nicht leicht.

Körper und Seele sind betroffen

Es gibt viele Hinweise darauf, dass die Fibromyalgie-Beschwerden zwar wie eine körperliche Krankheit aussehen, aber durch das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele entstanden sind und dementsprechend auch ganzheitlich behandelt werden müssen. Wichtig ist es, zu betonen, dass die Fibromyalgie keine psychische Krankheit ist. Auch die Schmerzen sind echt: Unterstützt von bildgebenden Verfahren haben Wissenschaftler Hinweise darauf entdecken können, dass sich die Fibromyalgie-Patienten ihre Schmerzen nicht einbilden. Entsprechende Studien haben bewiesen, dass die entsprechenden Schmerzareale weit stärker aktiviert sind als bei Menschen, die nicht unter chronischen Schmerzen leiden.

Verlauf und Therapie

Man geht mittlerweile davon aus, dass in den westlichen Industrienationen ein bis zwei Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Auffällig ist, dass an Fibromyalgie vier bis sechs Mal mehr Frauen als Männer erkranken. Aber auch Kinder und Jugendliche können bereits unter den chronischen Muskel- und Gliederschmerzen leiden. Es ist wichtig zu wissen, dass weder Muskeln, noch Gelenke und Bänder dauerhaft geschädigt werden, selbst wenn eine Fibromyalgie jahrelang besteht. Anders als bei entzündlichen Erkrankungen wie Multipler Sklerose sind die chronisch Kranken nicht gefährdet, später an den Rollstuhl gebunden zu sein und sie haben auch keine kürzere durchschnittliche Lebenserwartung.

Eine Heilung ist nicht möglich, aber die Patienten können lernen, gut mit Ihrer Krankheit zu leben. Bei der Behandlung der Fibromyalgie wird vor allem im Rahmen sogenannter stationärer Komplexbehandlungen therapiert. In Verbindung mit naturheilkundlichen Verfahren kann oftmals ein guter Erfolg erzielt werden. Die Behandlung eines Fibromyalgiesyndroms mit Medikamenten hat meist nur eingeschränkt Erfolg. Schmerzmedikamente helfen oft nur kurzfristig oder kaum. Maßvolle Bewegungen wie Walking oder Yoga können dagegen einen sehr positiven Einfluss auf sie Symptome haben. Auch mittels einer ausgewogenen Ernährung bzw. durch eine Ernährungsumstellung können die Beschwerden gelindert werden.

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