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Schutz für die Ohren – Tinnitus vorbeugen


Jeder Vierte leidet inzwischen unter den quälenden Ohrgeräuschen, die als Tinnitus bekannt sind. Das permanente Pfeifen und Rauschen ist nicht nur unangenehm, sondern auch eine große, psychische Belastung. Weil die Geräusche im Innenohr nicht einfach auszublenden sind, finden Betroffene kaum noch Schlaf und leiden unter Konzentrationsstörungen. Die Ursachen für Tinnitus sind vielfältig und individuell verschieden. Tinnitus ist nämlich keine Krankheit, sondern ein Symptom für andere Erkrankungen und ein Warnsignal des Körpers.

Tinnitus

Wie entsteht Tinnitus?

Um Tinnitus vorzubeugen, muss man wissen, wie die Ohrgeräusche entstehen. Beim sogenannten objektiven Tinnitus besteht eine Erkrankung im Körper, die als Schallkörper die Ohrgeräusche auslöst. Ursachen für objektiven Tinnitus können unter anderem Tumore, Blutschwämme oder Arteriosklerose der Hirngefäße sein. Hauptursache für den subjektiven Tinnitus sind meist Durchblutungsstörungen im Innenohr. Sind diese der Auslöser, kann dem Ohrensausen gut mit verschiedenen Arzneimitteln aus Ginkgo-Extrakt entgegengewirkt werden. Die mangelnde Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen verursacht Schädigungen, die auch zu Ohrgeräuschen führen können. In vielen Fällen ist es die Kombination verschiedener Faktoren, die für subjektiven Tinnitus verantwortlich sind. Ein Lärmtrauma durch einen lauten Knall in unmittelbarer Nähe des Ohrs oder eine extrem starke Lärmquelle zum Beispiel Baustellenlärm oder laute Musik in der Disko können ebenfalls Tinnitus auslösen. Weitere Ursachen sind zum Beispiel Altersschwerhörigkeit, chronische Mittelohrentzündung, Herz-Kreislauferkrankungen und funktionelle Störungen der Halswirbelsäule. Auch Stress und Überlastung sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen können Tinnitus begünstigen.

Den Lärm aussperren

Lärm macht krank, und leider ist unsere Welt sehr laut. Viele Lärmquellen des Alltags kann unser Gehör nur schwer ertragen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist daher, sich vor extremen Lärmquellen zu schützen. Auf Dauer kann ein hoher Lärmpegel zur Schädigung des Gehörs und damit zu Ohrgeräuschen führen. Dies ist vor allem für Menschen, die berufsbedingt sehr viel Lärm aushalten müssen wie Bauarbeiter, Forstarbeiter oder Angestellte einer Diskothek von großer Relevanz. Sie sollten während der Arbeit einen Gehörschutz tragen. Ein individueller Gehörschutz als Otoplastik ist für Berufe mit hohem Lärmpegel besonders effektiv. Eine Maßanfertigung schließt die Ohrmuschel optimal ab und kann eine höhere Reduzierung des Lärmpegels erreichen. Um Tinnitus vorzubeugen, sollte man auch bei Arbeiten in Haus und Garten, die eine hohe Lärmbelastung darstellen wie Rasenmähen, Bohr-, Schleif- oder Sägearbeiten, einen Gehörschutz tragen. Für Motorradfahrer sind Helme mit integriertem Schallschutz zu empfehlen. Bei Disko- und Konzertbesuche sollte man immer Ohrstöpsel tragen. Schädlich kann auch eine dauerhafte akustische Reizüberflutung sein. Viele Menschen lassen das Radio oder den Fernseher nebenbei laufen, während sie eigentlich lesen oder arbeiten. Man sollte sich besser nur auf eine Sache konzentrieren und den Ohren eine Pause gönnen. So oft es geht, sollte man außerdem ruhige Orte aufsuchen und die Stille genießen. Ein Spaziergang im Wald oder ein Wanderausflug in den Bergen ist auch erholsam für unsere Ohren. Hier ist die Welt sehr viel stiller als in der Stadt.

 

Stress vermeiden

Weil Ohrgeräusche oft ein Warnsignal des Körpers sind, ist die Stressvermeidung eine weitere Maßnahme, Tinnitus vorzubeugen. Stress sowie psychische und physische Dauerbelastung können Tinnitus begünstigen oder verstärken. Wichtig ist deshalb, einen Ausgleich zu Stress in Beruf und Alltag zu finden und zu lernen, mit dem Stress umzugehen. Man sollte sich bewusst, Auszeiten nehmen, in denen man Stress und Sorgen hinter sich lassen kann. Neben sportlicher Betätigung oder einem erfüllenden Hobby kann dies ein Tagesausflug in die Natur oder ein Urlaub sein.